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Da war doch was


 
Vorsicht - Überhöhe
 

Eigentlich ist es ja peinlich und wenn es einem passiert, ist man erst einmal ganz perplex. Wir haben unterwegs schon oft darüber Späße gemacht, aber irgendwann ist es halt mal soweit und die Befürchtungen werden Wirklichkeit. Nein, es ist nicht so furchtbar schlimm, es bleibt bei Materialschaden, der zwar ärgerlich ist, aber man kann es ersetzen. Doch das Ganze der Reihe nach ...

Die Radtour hatten wir schon einmal geplant, waren mit dem Auto bis zum Startort Michelbach gefahren und da nahm das Drama seinen ersten Lauf. Ich hatte meine Tretpumpe dabei und damit sollten die Rennradreifen aufgepumpt werden (8bar waren verlangt). Wenn das franz. Ventil zumacht, pumpt man den Schlauch der Luftpumpe auf - so soll es eigentlich nicht sein und da die Pumpe schon etwas älter war, gab der Schlauch mit einem lauten Knall die enthaltene Luft frei. Da blieb und nur noch eine kleine Handpumpe, da durch das Entlüften der Reifen mittlerweile platt war. Nachdem ich die ersten bar reingepumpt hatte, übergab ich Stefan das Zepter bzw. die Pumpe. Dabei ist anscheinend nach wenigen Pumpversuchen was schief gelaufen. Stefans Vorderrad am Rennrad wollte einfach keine Luft mehr annehmen. Probierte es selbst und dann zerlegte ich das Vorderrad, um nach der Ursache zu sehen. Schnell wurde ich fündig - das Ventil war eingerissen und da war selbst mit Flicken nichts mehr zu machen. Nun gut, ich habe einen Ersatzschlauch dabei waren meine ersten Worte. Doch der war nicht auffindbar. Ein Radgeschäft gibt es in Michelbach nicht und deshalb blieb uns nichts anderes übrig, als die Tour zu verschieben.

Ein paar Wochen später war es wieder soweit - zweiter Versuch. Ich befestigte mein Rennrad auf dem Dachträger und wollte losfahren. Da hinter meinem Wagen ein Hindernis stand, überlegte ich nicht lange und wollte noch mal vorsetzen, um das Hindernis umfahren zu können. Dabei ist es dann passiert - ich hörte ein dumpfes Geräusch und irgendetwas war vom Autodach runtergefallen. Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen - da war das Rad auf dem Dach und ich war tatsächlich unter den Carport gefahren. Das konnte von der Höhe nicht gutgehen. Dem Rad ist zum Glück nichts passiert und am Auto blieb eine kleine Schramme zurück. Der Dachträger war leider weniger gut davongekommen - der Radträger war gebrochen und für das Modell gibt es leider keine Ersatzteile mehr. Aber so schnell hatte ich bislang noch nie das Rad vom Dach heruntergeholt - sonst dauert das immer etwas länger. Von Wiederholungen möchte ich allerdings absehen ...

Die Tour wurde später trotz aller Widrigkeiten von uns durchgeführt.



Meine Straße

 
Gibts doch gar nicht - was einem unterwegs so alles passieren kann
 

Eine kleiner Disput mit einem Autofahrer bei einer RTF Tour, die wir an einem Wochenende mit dem Rennrad gefahren sind.
Nachdem mich ein roter Kleinwagen bei Gegenverkehr so knapp überholt hatte, daß ich fast vom Rad gefallen wäre und dieser zufällig an der nächsten Ampel wegen einer Rotphase warten mußte, frage ich mal nach, ob das nicht etwas knapp gewesen wäre. Er darauf, warum fährst Du nicht auf dem Radweg, die Straße ist nur für Autos da - aber nicht im Scherz, sondern ernst gemeint. Damit hatte sich meine Frage schon erübrigt und das Umschalten der Ampel sowie das ungeduldige Hupen des Hintermanns nach 5 Sekunden "grün" beendete das geistreiche Gespräch. Da kommen einem so manche Zweifel, die man aber lieber unausgesprochen läßt.

Es scheint wirklich ein Volkssport zu sein, durch Hupen und wildes Zeichengeben, auf einen Radweg hinzuweisen. Das ist mit dem Rennrad allerdings so eine Sache - auf dem Radweg sind viele langsame Verkehrsteilnehmer und Kinder unterwegs. Da ist es ungefährlicher, auf der Straße, wenn nur nicht von einigen dieses penetrante Vorschriften machen wäre. Auf einem Radweg - wir waren zu dritt mit dem Rennrad unterwegs, hätten wir beinahe eine Kollision mit einer älteren Spaziergängerin gehabt. Auf Zuruf hatte diese, anstatt rechs stehen zu bleiben und uns vorbeizulassen, die Seite wechseln wollen und dabei dem ersten von uns mit dem ausgestreckten Spazierstock fast in die Speichen gehauen. Glücklicherweise konnten wir alle drei noch rechtzeitig bremsen. Ein weiteres Manko ist die Beschaffenheit der Radwege - viele sind ganz einfach ungeeignet - insbesondere für ein Rennrad.

Es wird wohl so sein - wer selbst das Rad nie bewegt, der verhält sich auf der Straße dem Radfahrer gegenüber aggressiv und ist schnell bei der Hand mit irgendwelchen Hinweisen an andere. Vielleicht sollte aber jeder mal bei sich selbst anfangen und überlegen, ob er immer sich verkehrskonform verhält - z.B. immer die Höchstgeschwindigkeit einhalten. Etwas mehr Toleranz täte in vielen Bereichen sicherlich gut. Alles hier Gesagte ist eine persönliche Meinung.

Noch eine Anmerkung - es gibt viele langsame Fahrzeuge, die z.B. durch bauliche Maßnahmen nur 25km/h fahren dürfen - da regt sich keiner drüber auf.





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